Masao Adachi - Bruno und Bettina

Bruno und Bettina – Film-Interview mit dem Regisseur Masao Adachi

Der Film zeigt ein Interview mit dem Regisseur Masao Adachi, der durch Dokumentarfilme und Pinku-Eiga Produktionen bekannt geworden war. Er wurde durch Nagisa Oshima gefördert und ist ein Freund des Regisseurs Koji Wakamatsu. Der aus Fukuoka stammende Regisseur ging im Anschluss an die Filmfestspiele in Cannes im Jahre 1971 in den Libanon und schloss sich dort 1974 der Japanischen Roten Armee (Nihon Sekigun) an und lebte im Untergrund.

1997 wurde Masao Adachi im Libanon aufgrund von Passvergehen verhaftet und nach Verbüßung seiner Strafe 2000 nach Japan ausgeliefert, wo er für das gleiche Vergehen erneut verurteilt wurde. Heute ist er wieder im Filmgeschäft tätig und hat beispielsweise das Drehbuch zu Kjio Wakamtasus mit einem golden Bären ausgezeichneten Film „Kyatapira“ aus dem Jahre 2010 geschrieben. 2016 hat er auch selbst wieder Regie geführt und verfilmte Franz Kafkas „Ein Hungerkünstler“ und verlegte die Handlung ins heutige Japan.

In seinem Film „United Red Army“ hat sich sein Freund Koji Wakamatsu auf eindringliche Weise mit der Geschichte der Roten Armee in Japan auseinander gesetzt. Es lohnt sich diesen zur Vertiefung des Themas anzusehen.

An dem Punkt an dem der ungewöhnliche Titel des Films „Bruno und Bettina“ aufgeklärt wird, wird der Bogen dann auch endgültig zur neueren deutschen Geschichte geschlagen.

Der Film verspricht eine Fülle an Informationen sowohl über den japanischen Film, als auch über die jüngere, japanische und auch deutsche Geschichte.

In Anwesenheit des Regisseurs Lutz Dammbeck zur Eröffnung seiner Werkschau im Zeughauskino

  • 00

    Tage

  • 00

    Stunden

  • 00

    Minuten

  • 00

    Sekunden

Tags:

Datum

14-11-18

Uhrzeit

20:00

Mehr Informationen

Auf der Seite des Zeughauskinos
Zeughauskino

Ort

Zeughauskino
Unter den Linden 2, 10117 Berlin
Kategorie
QR Code

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.