Demon Pond von Masahiro Shinoda bei In The Mood
In Demon Pond von Masahiro Shinoda aus dem Jahre 1979 kann man Tamasaburo Bando in seiner/n ersten Filmrolle(n) sehen. Der einzige lebende Nationalschatz in der Kategorie Onnagata ist hier gleich in mehreren Rollen zu sehen.
Vor dem Hintergrund der klassischen Gruselgeschichte werden zusätzlich gesellschaftliche Konflikte ausgetragen. Die literarische Vorlage vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurde schon in die Dreiziger Jahre verlegt, verhandelt trotzdem eher Themen aus der Produktionszeit des Films, wie die Pflichten gegenüber einer Gesellschaft, die für ihre Mitglieder nicht mehr sorgt bzw. sorgen kann.
Auch die Dämonen sind in diesem Film ihres Schicksals überdrüssig und wollen aus ihren Verpflichtungen ausbrechen. So gesehen geht es auch um das zeitlose Thema von Giri und Ninjo, also den Pflichen gegenüber der Gesellschaft und den eigenen Gefühlen.
Der Filmscore stammt von niemand geringerem als Isao Tomita. Er ist allerdings sehr typisch für dessen Werk an elektronischer Musik, vorzugsweise auf den großen Moog-Synthesizern gespielt, und bringt daher wenig Überraschungen.
Die York Kinos zeigen Demon Pond im Rahmen ihrer ostasiatischen Filmreihe „In The Mood“, in der immer wieder Klassiker des japanischen Kinos zu sehen sind.