Im April erscheint das neue Album „Agate“ des Ambient-Musikers Meitei. Das ist ein guter Anlass um sein Werk an dieser Stelle einmal vorzustellen. Außerdem ist es für mich eine der sehnlichst erwarteten Veröffentlichungen dieses Jahres. Die Vöffentlichung feiert Meitei mit einer zum Anlass passenden Aufführung am Kiyomizu-dera in Kyoto, die leider bereits ausverkauft ist.
Kofu Trilogie
Die meisten Stücke des neuen Albums sind überarbeitete Stücke aus Meiteis Kofu Trilogie. Auf diesen drei Alben spürt Daisuke Fujita alias Meitei einer verlorenen Stimmung Japans nach. Was mich immer ein wenig an die Atmosphäre der Filme aus Seijun Suzukis Taisho-Trilogie erinnert. Jedenfalls waren diese Alben sein Durchbruch im Bereich der Ambientmusik. Diese Stilrichtung hat in Japan einige fantastische Künstler hervorgebracht.
Kwaidan
Sein Album Kwaidan war meine Einstieg in sein Werk. Wie der Name schon sagt, geht es um Geistergeschichten. Meitei schaft es hervorragend aus Stimmfetzen, Umgebungsgeräuschen und Naturlauten eine gruselige stimmung zu erzeugen.
Sen’nyu
Sein, bis zur Veröffentlichung des neuen Albums, aktuelles Werk hat die japanische Onsen-Kultur zum Thema. Abgesehen davon, dass ich jedem den Besuch dieser japanischen Bäder nur empfehlen kann, hat Meitei auch hier die Stimmung auf den Punkt getroffen. Zu den meditativen Klängen mit Wasserplätchern als Hintergrundgeräusch würde ich gern im 40° heißem Wasser liegen. Also auch eine absolute Empfehlung dieses Album.